Monat: März 2010

Nailart

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Ich liebe schön lackierte Nägel.

Ich hasse Nägel (selbst-) lackieren.

Das ist ein echtes Dilemma – gibt es doch so unendlich viele tolle Farben: knallig bunt, schwarz, neon, klassisches Rot, silber oder gold, mit Perlmuttschimmer, mit Glimmer und Glitter oder schlichtes rose und weiß für eine klassische French Manicure.

Und nicht nur die Lacke an sich bieten eine unendliche Vielfalt – mittlerweile gibt es eine ganze Nailart Industrie – sucht man bei ebay nach „Nailart“, werden einem über 23.000 Treffer angezeigt!

Da gibt es Strass-Steinchen in Sternchen-, Tropfen-, Blümchen- oder sonstigen Formen – natürlich jeweils wiederum in allen erdenklichen Farben, künstliche Fingernägel, teure Nailart-Pinsel aus Hong Kong, Lacke, die im Dunkeln oder unter Schwarzlicht leuchten, Nailart Pens (Nagelack in Stiften), Nailart Sticker und Tattoos, Glitterpuder und schließlich Nagel Piercing-Sets.

Dazu kommen dann noch die ganzen Zubehör- und Pflege-Produkte: Schwämmchen, Rosenholzstäbchen, Pflegelacke, Korrekturstifte, Feilen, Nagellackentferner und -kleber bis hin zu ganzen Maniküre Sets. Sogar einen Übungsfinger aus Plastik habe ich gefunden. Für 1,59€ sollte ich vielleicht ernsthaft überlegen, mir so einen anzuschaffen – denn nach dem Farben- und Steinchenaussuchen beginnt ja das Dilemma.

Mit der rechten Hand die linke zu lackieren funktioniert noch einigermaßen. Dann auf dem noch nassen Lack mit einer Pinzette die nur millimetergroßen Strass-Steinchen zu platzieren wird schon schwieriger. Die echte Herausforderung (für mich als Rechtshänderin) ist dann, das Ganze an der rechten Hand zu vollbringen. Beim Lackieren geht das meiste daneben, was sich dann nur schwer – ebenfalls linkshändisch – korrigieren lässt. Die Steinchen danach noch einigermaßen zielsicher zu platzieren erfordert höchste Konzentration.

Doch dann kommt erst der schlimmste Teil: das Warten, bis alles getrocknet ist! Da man von den meisten Lacken zwei Schichten braucht damit sie richtig decken und beim Verzieren mit Steinchen oder Tattoos noch eine Extraschicht Klarlack (damit es besser hält) hinzukommt, kann das schon mal 30 – 40 Minuten dauern. Die „In 60 Sekunden trocken“-Angaben auf den Fläschchen stimmen also meistens nicht.

In dieser Zeit, wenn der Lack noch nicht ganz getrocknet ist, darf man eigentlich nichts anfassen, sonst gibt es Dellen, Rillen oder sonstige unschöne Nebeneffekte. Gerade in dieser Lagellack-Trocknungs-Phase muss ich aber immer die Nase putzen, dringend auf die Toilette oder eine Flasche Wasser aufdrehen – alles Aktionen, bei denen noch nicht fertig getrocknete Nägel im Nu hinüber sind.

Da bleibt dann nur der Trost, dass abgewrackte Nägel, bei denen die meiste Farbe schon wieder abgeblättert ist, ein weiterer Nailart-Trend der letzten Jahre ist. Jeden Nagel in einer anderen Farbe zu lackieren scheint ein weiterer Trend zu sein, den ich jetzt mal ausprobieren werde.

Dann kann der bunte Frühling kommen!

Fashion-Trend: Nerdy ist das neue cool

Hot Chip: Hip trotz Nerd-Look (Bild von www.timeoutsydney.com)

Hot Chip: Hip trotz (oder Dank?) Nerd-Look (Bild von www.timeoutsydney.com)

Seit einiger Zeit macht sich – nicht nur in der Fashion-Branche – ein kurioser Trend breit:

Im TV erfreuen sich Fernsehserien wie The Big Bang Theory und The IT-Crowd, in denen es um Physik- bzw. IT-Nerds geht, wachsender Beliebtheit. Bei einer der angesagtesten Bands derzeit, Hot Chip aus England, entspricht jedes einzelne Bandmitglied dem Musterbeispiel dessen, was man unter „Nerd“ versteht.

Und das liegt maßgeblich an der Kleidung: dicke Hornbrillen, ockerfarbene Pullunder, Hosenträger, kleinkarrierte Hemden, Muster- oder Motiv-Pullis, Kordhosen. Alles was seit jeher als „uncool“ abgestempelt wurde, scheint durch Hot Chip, Big Bang Theory & Co. nun salonfähig, ja sogar hip und stylish geworden zu sein: Bei Zara hängen Pullunder in der Männerabteilung, bei H&M kann man neuerdings Hornbrillen als Mode-Accessoires kaufen. Und offenbar tun das die hippen Hauptstädter auch: Am Wochenende habe ich beim Hot Chip-Konzert und später im Club unzählige Brillenträger gesehen, die garantiert kein Problem mit ihren Augen hatten. Die Martkforschung hat hier sorgfältig ergeben, was die Großstätter wollen.

Auch in immer mehr Frauenzeitschriften wird der Nerd bzw. Geek Style als absolut trendy erklärt; diverse Modeketten bieten bereits „I love Nerds“-T-Shirts an. Und dass die Frauen sie lieben zeigt sich sowohl an den Groupies von Hot Chip als auch bei The Big Bang Theory, wo die heiße Blondine Penny schließlich doch mit Physik-Nerd Leonard im Bett landet.

Fashion Freaks@American Apparel Rummage Sale in Berlin – Ein Erlebnisbericht

American Apparel Rummage Sale@WMF Berlin

American Apparel Rummage Sale@WMF Berlin

Sonntagnachmittag, sonnige 1 Grad. Ich stehe in der Schlange vor einem bekannten Berliner Club in Mitte. Das Publikum um mich herum ist sehr jung, sehr stylisch, sehr international. Die Männer sind größtenteils schwul oder nur als Tütenträger für die Freundin mitgeschleppt worden. Hier im WMF findet nämlich an diesem Wochenende zum ersten Mal in Deutschland der American Apparel Rummage Sale statt.

Bei diesem Event, das die amerikanische Kultmarke schon seit Jahren in New York, LA & Co. veranstaltet, werden sowohl leichtbeschädigte als auch völlig neue, einwandfreie Restlagerbestände für einen Bruchteil des normalen Verkaufspreises „verramscht“ (rummage = Ramsch).

Allein auf der Facebook-Seite zu diesem außergewöhnlichen Fashion-Event haben sich rund 3000 User als „Confirmed Guests“ angemeldet. Kein Wunder also, dass man erstmal eine halbe Stunde in der Schlange steht. Zum Zeitvertreib hängen draussen schon Preislisten aus: T-Shirts, Longsleeves, Leggings, Hoodys, Accessoires – das meiste soll es drinnen zum einstelligen Europreis geben. Ich bin gespannt.

Endlich drinnen: Am Eingang werde ich von schwarzen, weißen und roten Schaufensterpuppen begrüßt, die es für 25€ zu erstehen gibt. Ich sehe mich schon mit einem roten, kopflosen Frauentorso in der U-Bahn stehen.

Hinter dem Begrüßungskomitee aus Plastikpuppen eröffnet sich das reinste Chaos: Der Club ist voll mit jungen Leuten, die American Apparel Klamotten aus wahllos herumstehenden Pappkartons zerren, einen kurzen Blick darauf werfen und sie dann zurückwerfen. Kaputzenpullis, T-Shirts, Jeans, Jacken, Strumpfhosen, Bikinioberteile, Gürtel – alles liegt durcheinander und ineinander verknotet in, über und neben den Kartons. Trotz des großen Gedränges geht es relativ friedlich zu. Mitten in dem ganzen Chaos ziehen sich sowohl Frauen als auch Männer bis auf die Unterwäsche aus, um Klamotten anzuprobieren. Niemand guckt blöd.

Dann plötzlich eine Durchsage: Auf der Bühne stehen zwei Damen mit weiteren Pappkartons und ein Herr mit Mikro, der – natürlich auf englisch – erklärt, dass sie nun nagelneue Hoodys in die Menge werfen, die nur einen Euro kosten. (Die Hoodys aus dem herumstehenden Pappkartons kosten laut Preisliste 12€.)

Innerhalb von Sekunden drängt sich alles wie bei einem Rockkonzert vor der Bühne. Hände recken sich in die Höhe und versuchen einen der herumfliegenden Kaputzenpullis zu erhaschen. Als eine der Damen einen Hoody hochhält, der mir gefällt und schätzungsweise auch ungefähr meine Größe haben dürfte, recke auch ich einen Arm in die Höhe. Die nette Dame sieht mich an und wirft ihn mir zu. Größe S – Bingo!

Hoodys für 1€ - Da recken sich die Hände in die Höhe

Hände in die Höhe: Hoodys für 1€

Nach ein paar Minuten ist das Hoody-Spektakel vorbei und das normale Chaos geht weiter. Als ich gerade beschließe, mit meinem gefangenen Pulli und ein paar weiteren Teilen, die ich aus den Kartons gezupft habe, zahlen zu gehen, ertönt eine weitere Durchsage. Alles sei ab jetzt noch mal um 50% billiger. Neben mir steht eine junge Frau, wir grinsen uns an und gehen gemeinsam zur Kasse.

Die Übergangsjacke

Bench-Fleecejacke (Bild von www.planet-sports.com)

Bench-Fleecejacke (Bild von www.planet-sports.com)

Nun, da wir wintertechnisch hoffentlich aus dem Gröbsten raus sind, können wir den dicken Daunenmantel und die Skijacke samt Fäustlingen, Schal und Wollmütze wieder in der hinterste Ecke des Schrankes verstauen und unsere Übergangsjacke(n) vom vergangenen Herbst hervorholen. Oder noch besser: Nach neuen Jacken, die uns in der Zeit von März bis Mai warmhalten sollen, Ausschau halten.

Übergangsjacken sollten nicht zu dünn aber auch nicht zu dick gefüttert sein und für regnerisches Aprilwetter auch am besten noch mit einer Kapuze ausgestattet sein. Praktisch ist es, wenn man diese entweder im Kragen „verstauen“ oder sie per Reißverschluss oder Knöpfen abnehmen kann – sollte sich im April doch vermehrt die Sonne zeigen. Bei vermehrtem Sonnenschein sind dann auch Sonnenbrille angesagt. Ray-Ban Sonnenbrillen sollen diesen Frühling bzw. Sommer voll im Trend sein.

Bei Männlein und Weiblein gleichermaßen beliebte Übergangsjacken sind leicht gefütterte Leder- oder Jeansjacken. Da es diese meist in zeitlosen Farben gibt – schwarz, grau und verschiedene Brauntöne bei den Lederjacken sowie hauptsächlich Blautöne bei den Jeansjacken – lassen sie sich zu nahezu allem kombinieren und sind sowohl für ein legeres, für ein sportliches oder für ein schickes bzw. Party-Outfit perfekt geeignet.

Wer es lieber bunt mag, sollte sich beispielsweise auf Stoffjacken von Irie Daily, Billabong oder Bench konzentrieren. Von der britischen Marke Bench gibt es eine komplette Fleecejacken-Kollektion, bei der jede Jacke einfarbig aber dafür in jeder erdenklichen Farbe zu haben ist. Diese Jacken mit ihrem charakteristisch hohen Kragen könnten auch glatt als dicke Pullover durchgehen und sind deshalb perfekt für den Übergang geeignet.

Wenn man dann auch noch die passenden Übergangsschuhe gefunden hat, kann der Frühling endlich kommen!

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