Monat: Mai 2010

Hipstamatic

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Okay, mein heutiges Thema ist eigentlich kein Mode-Thema. Aber es hat ganz viel mit Look und Style zu tun – und wie man trotz bad hair day und Schlabberklamotten cool aussehen kann (zumindest auf Fotos).

Ich habe nämlich das geniale iPhone-App „Hipstamatic“ entdeckt.
Ihr wolltet immer schon tolle Retro-Look Fotos haben, die aber nicht nach 08/15 Photoshop-Sepiafilter aussehen? Dann ist dieses kleine Programm, das es aber bisher nur für’s iPhone gibt und im App-Store für 1,59€ erhältlich ist, genau das Richtige: Das App-Interface kommt passenderweise auch im Oldschool-Look daher. Der iPhone-Touchscreen verwandelt sich in die Vorderansicht einer alten Foto-Kamera. Nun kann man zwischen drei verschiedenen Linsen auswählen. Anschließend sucht man einen Blitz aus, bevor man die Kamera um 180 Grad dreht und dann den Film aussucht und einlegt – alles begleitet, von entsprechendem Analog-Kamera-Sound. Nun muss man eigentlich nur noch draufhalten. Egal, welche Kombination aus Linse, Blitz und Film man gewählt hat – fast jedes Foto wird ein kleines Kunstwerk.
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Jeder noch so langweilige Büroraum, jede noch so graue Straßenszene sieht plötzlich schick, stylish und cool aus.

Wer sich dann durch alle Kombinationsmöglichkeiten von Blitz, Film und Linse durchgeklickt hat, kann „In-App“ weitere Filme oder Linsen hinzukaufen.

Ich werde nun das vielversprechende Package „Williamsburg“ erstehen – mal sehen, welche tollen Optiken sich damit erzeugen lassen.

Karneval der Kulturen – Extrem trifft Tradition

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Gut, ich gebe zu, es ist kein klassisches Mode-Thema – aber der jährliche Berliner Karneval der Kulturen bietet “Fashion” in seiner extremsten Form. Und zugleich in seiner traditionellsten.

Einerseits gibt es die ausgefallensten Kostüme, von furchteinflößenden Masken über lumpigen Piraten-Look bishin zu aufwändig selbstgebastelten Outfits – andererseits die traditionelle Tracht der Peruaner, Kolumbianer, Koreaner, Kameruner, Angolaner, Kroaten, Mongolen, Thai und weiterer Völker, von denen man (zumindest ich) bisher noch nichts gehört hat. Ich weiß seit heute jedenfalls, dass es ein Volk namens Dhalaristan und ein Volk der Tscherkessen gibt – und wie ihre jeweilige Traditionskleidung aussieht.

Die „nerdig“, nach ihren Videospiel-Helden gekleideten Mitglieder des Gamesfreunde treffen auf peruanische Tänzer in jahrhundertealter Tracht. Das Hiphopmobil auf Umweltschützer in Baumkostüm, Salsa-Tänzer auf Folklore Formationen. Alles in einer äußerst friedlichen, positiven Atmosphäre.
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Es ist bemerkenswert, wie viel Arbeit die meisten der rund 4700 Teilnehmer aus insgesamt 80 verschiedenen Nationen für diesen einen Tag sowohl an Zeit als auch an Geld in Kostüme und Make up stecken. Noch dazu dürften viele der Outfits auch nicht besonders bequem sondern für einen kilometerlangen Umzug eher anstrengend sein. Dickes Fell, hohe Stelzen, Masken mit nur zwei winzig kleinen Gucklöchern – aber dass störte an diesem Pfingstsonntag niemanden.
(Quelle: www.karneval-berlin.de)

Sonnenbrillen

VDay- Heart Sunglasses

Auch wenn das derzeitige, viel zu kalte und graue Maiwetter äußerst selten dazu verleitet, eine Sonnenbrille aufzusetzen – ich zähle darauf, dass der Sommer noch kommt und habe in diesem Jahr bereits 2 neue Sonnenbrillen gekauft.
Keine teuren Markenbrillen von Dolce & Gabbana oder Gucci oder Ray Ban, nein, eine für 5€ auf dem Flohmarkt und eine Hippie-Herzchen-Sonnenbrille für 7€ bei H&M.
Natürlich sollte man auch bei billigen Brillen darauf achten, dass sie das CE-Zeichen tragen, das garantiert, dass die Augen mit dieser Sonnenbrille gut vor dem UV-Licht geschützt sind.

Der Grund, warum ich nie mehr als 10€ für eine Sonnenbrille ausgebe ist ganz einfach: Ich bin eine Brillenverliererin. Keine Ahnung, wie viele Brillen ich schon irgendwo habe liegen lassen – eine ruht jedenfalls auf dem Grund des Plattensees in Ungarn (Sommerurlaub 1992).
Gut, dass ich keine „richtige“ Brille tragen muss, das würde mich wohl teuer zu stehen kommen… daher: keine teuren Sonnenbrillen.

Und ich finde, auch im Niedrigpreissegment ist die Auswahl äußerst vielfältig: Mittlerweile besitze ich eine mit weißem Gestell, eine mit orangenem, eine komplett verspiegelte Pilotenbrille, Pilotenbrillen mit verschieden starker Färbung der Gläser (bei manchen sieht man die Augen noch, bei manchen nicht mehr), Brillen mit durchgehendem Glas (also nicht 2 einzelnen Brillengläsern) und ja, ich besitze auch eine von diesen Sonnenbrillen mit den riesigen Gläsern, mit denen man aussieht wie Puck, die Stubenfliege.

Aber so habe ich immer die richtige Brille zum jeweiligen Outfit bzw. der jeweiligen Frisur. Meine neue Herzchen-Sonnenbrille passt gut zum Hippiestyle, also z.B. zu Blümchenkleidern, Blümchenblusen oder Jeans- bzw. Leder-Jacken und -Westen.

Jetzt muss nur noch der Sommer endlich anfangen!

Wohin mit alten Klamotten?

Der Flohmarkt am Mauerpark - ein guter Ort um alte Klamotten loszuwerden

Der Flohmarkt am Mauerpark - ein guter Ort um alte Klamotten loszuwerden


Eine meiner vierteljährlichen Sonntagsbeschäftigungen lautet: Klamotten aussortieren.
Dabei versuche ich mich streng an die Regel „Alles, was man seit einem Jahr nicht getragen hat, kommt weg!“ zu halten. Was mir nicht immer gelingt, denn Abendkleider zieht man nun mal eher selten an und in schlechten Sommern hat man oft auch nicht die Gelegenheit, alle Sommerkleidchen, Shorts und Bikinis, die Frau so hat, zu tragen.

Früher als Kind bekamen meine ausgetragenen Sachen einfach meine beiden kleinen Schwestern – erst die mittlere, später die kleine. Das kommt heute aber nicht mehr in Frage, allein schon, weil die „Kleine“ mittlerweile einen knappen Kopf größer ist als ich.

Gott sei Dank gibt es in Berlin viele Flohmärkte, auf denen man für geringe Standgebühren seine abgelegten, zu klein gewordenen T-Shirts, Hosen, Schuhe oder Jacken anbieten kann. Dabei gilt: Je größer der Flohmarkt, desto mehr Leute kommen an deinem Stand vorbei, desto mehr Chancen, etwas zu verkaufen. So habe ich die besten Erfahrungen beim Klamottenverkauf auf dem Flohmarkt am Mauerpark gemacht. Allerdings muss man da früh antanzen, um einen strategisch guten Standplatz zu ergattern (am besten an einer Kreuzung oder Gabelung, an der die Leute dann alle zwei mal vorbeikommen).
Für die Nachtmenschen unter den Flohmarktverkäufern gibt es einmal im Monat ab 20 Uhr den Nachtflohmarkt im SO36, auf dem auch schwerpunktmäßig Klamotten verkauft werden. Allerdings kommen hier lange nicht so viele Leute vorbei, wie auf den großen Sonntagsflohmärkten. Da die Atmosphäre – mit DJ und Bar – aber immer sehr nett ist und man selbst das ein oder andere tolle Schnäppchen machen kann, lohnt sich ein Verkaufsstand auch hier.

Eine weitere Möglichkeit, aus seinen alten Klamotten noch Profit zu schlagen, ist, sie an Secondhand-Läden zu verkaufen. Hier habe ich ganz gute Erfahrungen mit dem soma in der Alten Schönhauser Straße 27 gemacht. Dort entscheidet die nette Verkäuferin, welche der Sachen noch für welchen Betrag verkäuflich sind, hängt sie in ihren Shop und erst, wenn ein Teil tatsächlich verkauft wird, bekommt man seinen Anteil. Der Nachteil hier: Es kann sehr lange dauern, bis ein Teil verkauft wird. Dafür bekommt man dann aber, trotz Provision an soma, mehr dafür als auf dem Flohmarkt.

Wer keine Lust hat, sich stundenlang auf den Flohmarkt zu stellen und nebenbei auch noch eine gute Tat tun will, der kann seine alte Kleidung natürlich auch in die Altkleidersammlung des roten Kreuzes – Sammelcontainer gibt es in jeder größeren Stadt – oder an einen Oxfam Shop geben. Gerade im Zusammenhang mit der Altkleidersammlung tauchen aber immer wieder Zweifel auf, ob die Kleidung letztendlich wirklich dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Daher ist es am Besten, wenn man jemanden im Bekanntenkreis hat, der das ganze selbst in die Hand nimmt: eine Freundin meiner Mutter fährt zweimal jährlich in die armen Gegenden von Thailand oder nach Burma und nimmt jedes Mal kiloweise gebrauchte Kleidung mit, die sie dann dort vor Ort direkt an die, die es brauchen, verteilt.

So gehen nun auch meine vierteljährlich aussortierten Kleidungsstücke immer auf die Reise – erst zu der Bekannten und dann dorthin, wo sie gebraucht werden.

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