Monat: September 2010

Kleiderkreisel – das Fazit

Knapp zehn Tage ist es nun her, dass ich nicht nur als Suchende beim Kleiderkreisel durch die Kategorien gestöbert habe, sondern auch selbst Artikel (Klamotten, Schuhe, sonstige Accessoires) zum Kauf oder auch Tausch eingestellt habe.

Aus den anfänglich 20 eingestellten Artikeln sind mittlerweile 50 geworden! Das rührt daher, dass das Interesse an meinen Sachen so groß war, dass ich jeden Tag mehrere Anfragen bekam und daher motiviert war, noch mehr einzustellen (und ich habe genug an Klamotten, die ich eigentlich nicht mehr oder noch nie angezogen habe)!

Am begehrtesten war eine rosa Adidas-Jacke, die insgesamt 172 mal angeschaut wurde, zig Anfragen bekam – obwohl ich sie schon einen Tag nach dem Einstellen verkauft hatte.

Was mich erstaunt hat: viele sind dort wirklich zum Tauschen angemeldet – ich habe viel mehr Tauschanfragen als Kaufanfragen bekommen.
Allerdings ist das mit dem Tauschen natürlich etwas schwieriger als mit dem Kaufen. Wenn man eine Tauschanfrage bekommt, begibt man sich erstmal auf die Suche durch die Artikel des anderen, ob denn überhaupt was dabei ist, das einem gefällt. Ist dem so, sollte der gefundene Artikel natürlich vom Preis her ungefähr dem eigenen Artikel, der angefragt wurde, entsprechen. Oder man tauscht zwei gegen eins, oder legt noch ein bisschen Geld obendrauf.

Ich hatte zweimal das Glück, dass ich bei denjenigen, die tauschen wollten, etwas ungefähr Gleichwertiges gefunden habe, das mir gefiel.

Meine Ausbeute nach 10 Tagen:
Ich habe sechs Teile gekauft für insgesamt weniger als 25€ inkl. Versand. Davon habe ich fünf Teile innerhalb weniger Tage erhalten – alle tadellos. Leider waren zwei Hosen zu groß, die eine habe ich aber bereits über den Kleiderkreisel weiterverkauft. Auf ein Teil warte ich noch.

Zusätzlich habe ich zwei Teile getauscht und bin in beiden Fällen sehr zufrieden – sowohl mit dem Tauschgegenstand an sich als auch mit dem Verlauf des Tauschgeschäfts.
Generell läuft die Kommunikation sehr gut auf der Plattform.

Meine eingestellten Artikel waren wie gesagt sehr gefragt, so dass ich bisher schon über 50€ eingenommen habe! Hier ist interessant, dass einige mehr oder weniger direkt kaufen, während andere erstmal noch über den Preis verhandeln wollen. Da erkennt man dann die wahren Schnäppchenjäger und Flohmarktgänger.

Insgesamt ist mein Eindruck vom Kleiderkreisel ein sehr positiver. Er bietet eine echte Alternative zu eBay, wo man Klamotten heutzutage kaum noch für mehr als ein paar Euro loswird, weil man zwischen den asiatischen Händlern, die Neuware für ein paar Euro anbieten, komplett untergeht.
Es herrscht auch eine viel persönlichere Atmosphäre als auf dem großen anonymen Online-Marktplatz. Der Community-Aspekt steht, neben den angebotenen Waren, im Vordergrund.
Natürlich hat man als Käufer bzw. Tauscher nicht den Schutz, den man bei eBay hat, sondern man muss einfach darauf vertrauen, dass der Kauf- bzw. Tauschpartner den Artikel wirklich verschickt. Aufgrund des Bewertungssystems, das wiederum ähnlich funktioniert wie bei eBay, hat man aber auch hier eine gewisse Orientierung, was die Zuverlässigkeit eines Anbieters angeht.

Und das Beste: man muss von seinen Einnahmen keinen Cent abgeben!
Ich werde weiterkreiseln!

Kleiderkreisel, die Zweite

Wie beim letzten mal berichtet (siehe Beitrag vom 19.9.), habe ich den Kleiderkreisel im Netz entdeckt.

Im ersten Schritt hatte ich mir das Ganze aus der Sicht des Suchenden angeschaut und ein paar schöne Teile bestellt.

Da ich aber so begeistert von der Seite war und das Gefühl hatte hier unter Gleichgesinnten – und nicht wie bei eBay unter abertausenden Händlern aus der ganzen Welt – zu sein, reizte es mich auch, die andere Seite auszuprobieren: als Anbieter.
Und da ich sowie so einen ganzen Koffer voller Klamotten habe, die schon dreimal zum Flohmarkt hin- aber leider auch wieder zurückgekarrt wurden, machte ich mir die Mühe, die vielversprechendsten Stücke auszusortieren, schön zu fotografieren und beim Kleiderkreisel einzustellen.
Dies funktioniert sehr ähnlich wie bei eBay: Man sucht eine Kategorie aus, gibt die Eckdaten, einen Titel und eine kurze Beschreibung ein, läd bis zu fünf Bilder hoch und schreibt noch dazu ob man den Artikel tauschen oder verkaufen will, wenn letzteres, zu welchem Preis.
Der große Unterschied zu eBay: Das Einstellen eines Artikels kostet keinen Cent! Man muss auch keine 5% Provision an irgendwen zahlen – das Ganze läuft direkt zwischen den Usern ab.

Mein Angebot beim Kleiderkreisel

Mein Angebot beim Kleiderkreisel

Ich hatte mir also gut 20 Teile aus meinem Koffer gesucht, von denen ich dachte, dass sie bestimmt die ein oder andere beim Kleiderkreisel interessieren könnten.
Ich war noch dabei, alle Sachen einzustellen, als schon die ersten Anfragen in meinem Postfach landeten! Unglaublich! Innerhalb von wenigen Stunden hatte ich vier Anfragen zu meinen Artikeln. In den nächsten Tagen kamen täglich Anfragen zu fast allen Artikeln, die ich eingestellt hatte. Die häufigste Frage war: „Findest du dafür bei mir was zum Tauschen?“ Aber auch Fragen nach der Größe, Abmaßungen und eventuellen Preisnachlässen wurden gestellt.

Nach vier Tagen hatte ich bereits zwei Artikel verkauft und einen getauscht. Die sind nun unterwegs zu ihren neuen Besitzern, während ich auf meine ertauschte Röhrenjeans warte.

Zu den Ergebnissen meiner Käufe und dem Tausch dann beim nächsten mal mehr.

Bis dahin findet ja vielleicht die ein oder andere von euch auch etwas unter meinen Artikeln zum Kaufen oder Tauschen:

http://www.kleiderkreisel.de/mitglieder/22003-lunia

Kleiderkreisel

Bildschirmfoto 2010-09-19 um 19.00.24
Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, nach was ich bei Google eigentlich gesucht hatte. Jedenfalls bin ich hier hängengeblieben und war begeistert von meiner Neuentdeckung, ja sogar etwas erstaunt, dass ich vorher noch nie etwas davon gehört hatte: Vom Kleiderkreisel (www.kleiderkreisel.de).

Der Name verrät schon, es geht ums Kleider kreisen, also Kleider tauschen bzw. wahlweise auch verkaufen.
Und die Menge an angebotenen Kleidungsstücken, Schuhen und Accessoires ist beachtlich! Da kann man in der ein oder anderen Kategorie schon so viel im Angebot finden wie bei eBay. Aber beim Kleiderkreisel ist alles etwas übersichtlicher und hübscher als beim großen Auktionshaus:

1. Gibt es hier nur Privatanbieter, die zum Großteil getragene und ab und zu auch einen gekauften aber nie getragenen Artikel anbieten. Keine Händler, die Billigware aus Hong Kong im Überfluss anbieten. Da die Anbieter beim Kleiderkreisel alles Fashionistas (schätzungsweise 99,99% weiblich, zwischen 20-35 Jahren) sind, sind die angebotenen Stücke erstens hip und gut erhalten und zweitens in liebevoller, schöner Form präsentiert – nicht wie bei den eBay-Anbietern lustlos an Plastikpuppen drapiert.

2. Das Layout der Seite erinnert auf den ersten Blick stark an ähnlich liebevoll gestaltete Plattformen wie etsy oder DaWanda – die ja auch ein ähnliches Prinzip verfolgen. Zunächst ist es etwas ungewohnt, dass beim MouseOver über einen Artikel, der einem gefällt, sich dieser abdunkelt und Titel, Ort und Größe sichtbar werden. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran und findet es sogar toll, dass man auf den ersten Blick nur die Fotos sieht und sich ggf. mehr Infos anzeigen lassen kann.
Bildschirmfoto 2010-09-19 um 19.02.24

Möchte man dann noch mehr zu einem Artikel erfahren, so klickt man ihn an und gelangt auf die Artikelseite, wo einem eine Fotogalerie zum Großklicken, Angaben des Verkäufers zum Artikel und der Preis (bzw. ggf. der Tauschwunsch des Anbieters) angezeigt werden. Außerdem kann man den Anbieter kontaktieren, für eventuelle Fragen oder Tauschvorschläge.

Möchte man den Artikel dann auf einer Wunschliste speichern, muss man sich natürlich erst anmelden und ein eigenes Konto anlegen. Dies geht aber schnell und problemlos, die Pflichtangaben sind schmal gehalten, trotzdem kann man sein Profil ausführlicher gestalten und ein Foto von sich hinzufügen, wenn man mag.

Möchte man einen Artikel dann tatsächlich erwerben, so ist der Prozess folgender:
Man signalisiert dem Anbieter, dass man den Artikel haben möchte. Dieser reserviert ihn daraufhin, so dass andere Mitglieder sehen, dass der Artikel schon vergeben ist und nicht mehr zum Verkauf/ Tausch steht. Dann schickt der Anbieter dem Interessenten seine Kontoverbindung. Der Interessent überweist, der Anbieter verschickt den Artikel und entfernt ihn aus seinem Kleiderkreisel-Katalog.

Mein erster Eindruck war: Super-Seite, Super-Konzept – und super viel los! Laut der Anzeige oben auf der Seite gibt es knapp 160.000 Artikel, 21.700 Mitglieder von denen zu Zeiten, zu denen ich auf der Seite war immer zwischen 400-600 online waren!

Auch einen zusätzliches Forum gibt es, in dem man sich über alles aus der Fashion- und Beautywelt mit Gleichgesinnten austauschen kann.
Außerdem kann man nach dem Twitter-Prinzip Mitgliedern „followen“ bzw. andere Mitglieder können einem selbst folgen und man kann Artikel, die man mag, auf den gängigen Social Networks teilen. Sogar einen RSS-Feed von bestimmten Mitgliedern kann man abonnieren.
Die Seite hat also sehr gelungen Shopping/ Tauschen/Stöbern mit den aktuellsten Social Web features verknüpft.

Ich gestehe, ich habe bei meinem allerersten Besuch direkt drei Artikel, zwei Tücher und eine Sweatjacke, angefragt und letztendlich erworben.
Die müssten jetzt schon unterwegs sein – ich bin gespannt, ob alles klappt.

Beim nächsten mal gibt es dann meine Erfahrungen als Anbieterin, ich habe nämlich heute die ersten eigenen Sachen eingestellt…

Bring your Glitter-Shirt

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So stand es auf dem Flyer. Dass sich da fast alle dran halten würden, bemerkte ich erst, als ich schon mitten in der Monster Ronson’s Karaoke Bar stand.

Aber hier waren meine Schwester und ich ja auch nur durch Zufall gelandet. Während der Berliner Clubnacht an diesem Wochenende. Wir waren ja auf Club-Hopping eingerichtet und hatten uns daher kleidungstechnisch nicht auf eine bestimmte Stilrichtung festgelegt.

Doch selbst wenn ich gewusst hätte, dass „Bring your Glitter-Shirt“ so ernst gemeint war – ich hätte nichts annähernd Schillerndes im Kleiderschrank gehabt wie es im Monster Ronson’s gestern jeder Zweite trug: pailettenbesetzte Hosen, Hemden, Jacken, Basecaps und Gürtel (meine Vermutung: das meiste davon selbstgenäht, -gebastelt und -geklebt), glitzernde Arm- und Halsbänder und noch dazu jede Menge Glitter in Gesicht (erste Assoziation: Bowie is back!), Haaren und Bart.

In unseren normalen Ausgeh-Outfits fühlten wir uns unter dem glitzernden Queer-Volk, zwischen gefühlten 100 Diskokugeln und ständig von der Decke rieselndem Silberglitter ein wenig unscheinbar.

Ich wollte auch so eine tolle pailettenbesetzte Jacke – aber wo kauft man sowas?! Dem werde ich nun nachgehen – um bei dem nächsten Besuch im Monter Ronson’s mit dem funkelnden Publikum mithalten zu können.

Shoppen mit einer 11jährigen

Einkaufs-Center Alexa

Einkaufs-Center Alexa


Nun weiß ich die Geduld meines Freundes beim Shoppen erst richtig zu schätzen – obwohl er sich selbst meist auch ziemlich lange vor’m Kabinen-Spiegel hin und herdreht, dasselbe Teil noch mal in kleiner oder größer anzieht und dann entdeckt, dass es das ja auch noch in einer anderen Farbe gibt, die im vielleicht noch besser steht.

Aber darüber will ich gar nicht schreiben (vielleicht ein andermal), sondern über seine 11jährige Nichte, die für eine Woche bei uns zu Besuch ist.

Für das Wochenende hatte sie sich gewünscht, mit mir alleine zur Prime Time Shopping-Zeit (Samstag Nachmittag) Klamotten einkaufen zu gehen, hauptsächlich ein Outfit für die Kinderdisko am Abend.

Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich mit elf noch nie einen H&M oder Zara von innen gesehen, meine Kleidung wurde von Mama gekauft und bis auf wenige Ausnahmen war mir auch eigentlich egal, was ich anhatte.

Ganz anders die Teenies von heute: Zuerst wollte die junge Dame zum Ku’damm – ausgerechnet die Meile, die echte Berliner sowieso so gut wie nie und erst recht nicht an einem Samstag Nachmittag betreten.
H&M, Vero Moda, Steinbruch – nirgends gefiel ihr etwas (oder es war zu groß oder zu teuer) – also weiter zum Alexa.
Nach einer Stunde im Tally Weijl – in der auch ich zugegebenermaßen das ein oder andere Teil anprobiert hatte – stellte sich heraus, dass auch hier alles zu groß oder zu teuer für die Kleine war.

Sie wollte nun zum New Yorker – gut, dass es einen der größten Berlins direkt um die Ecke vom Alexa gibt.
Hier wurde sie dann auch endlich fündig: ein lila Shirt mit schwarzem Print, dazu coole Lederhandschuhe und eine schwarze Kette.

In dem Outfit hoppst sie jetzt vergnügt in der Kinderdisko, während ich geschafft auf dem Sofa liege. Ich überlege allerhöchstens nochmal bei Esprit vorbeizuschauen – online! Mit dem neuen Verständnis für meinen Freund ist das sowieso eine passende Lösung für einen ruhigen Einkauf.

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